Kyoto Fakten
Kyoto war von 794 bis 1868 die Hauptstadt von Japan. Dank des Tenno, dem Hofstaat und weiteren Herrschern hat sich hier über die Jahrhunderte das kulturelle Herz Japans herausgebildet, welches es bis heute immer noch ist. Als Herrschaftszentrum haben sich hier nicht nur unzählige Tempel und Schreine etabliert, sondern auch nahezu alle traditionellen Künste wie u.a. die Teekultur Chado, die Blumensteckkunst Ikebana und zahlreiche Töpfereiformen.
Stadtbild
Die Dichte der Sehenswürdigkeiten – vor allem Tempel und Schreine, deren Anzahl auf ~2000 geschätzt wird – ähnelt der Kirchendichte in Rom, was sich sehr stark auf das Stadtbild auswirkt. Gewaltige Hochhäuser nach Vorbild Tokyo findet man hier nicht, denn die Stadtverwaltung von Kyoto versucht, das traditionelle Stadtbild im Allgemeinen zu bewahren.
Außerhalb des Stadtzentrums um Shijo-Kawaramachi herum haben die meisten Gebäude nicht mehr als drei Stockwerke, aber genau das macht den Charme von Kyoto aus. Noch findet man die traditionellen Stadthäuser Kyotos – die kyōmachiya, oder einfach nur machiya – in nahezu allen Straßen, auch wenn die Anzahl dieser Machiya stetig abnimmt und diese immer öfters Parkplätzen weichen müssen – leider.
Sehenswürdigkeiten in Kyoto
Was gibt es in Kyoto überhaupt zu sehen? In der alten Hauptstadt dreht sich fast alles um das traditionelle Japan, kurz gesagt: Schreine und Tempel in Hülle und Fülle. Es gibt nur vergleichsweise wenig Aktivitäten abseits davon, wie zum Beispiel den Stadtkern von Kyoto mit seinen Einkaufszentren, das wenig empfehlenswerte Aquarium (lieber gleich zum Kaiyukan in Osaka gehen) oder den Affenpark in Arashiyama.
Wer keine Schreine oder Tempel sehen möchte, sollte sich zwei Mal überlegen, warum es Kyoto sein muss. Diese Kategorie ist aber der reinste Dschungel und für Erstbesucher regelrecht erschlagend. Wie nähert man sich nun diesem Dickicht?