Fakten

Der Fuji oder Fujisan, oft fälschlicherweise auch als Fujiyama bezeichnet, ist mit 3.776 Metern der höchste Berg Japans. Die nahezu perfekt symmetrische Form des Stratovulkans mit seinem schneebedeckten Gipfel macht den Fuji zu einem der schönsten Berge der Welt und einem beliebten Objekt für internationale Maler, Poeten und Fotografen. An einem klaren Tag kann der Fuji vom 100 Kilometer entfernten Tokio aus gesehen werden. Auch wir haben den Mount Fuji auf unsere Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Japan gesetzt.

Der Fuji ist ein Vulkan des pazifischen Feuerrings und gilt als schlafender Vulkan. Sein letzter Ausbruch ereignete sich im Jahr 1708, das Risiko einer erneuten Eruption wird als gering eingestuft. Die Herkunft seines Namens verfolgt viele Theorien, ist jedoch bis heute nicht restlos geklärt.

Der Gipfel des Fuji liegt auf Japans Hauptinsel Honshū genau zwischen den beiden Präfekturen Yamanashi und Shizouka. In seiner heutigen Form wurde der Berg etwa vor 10.000 Jahren geformt, seine ersten Grundformen entstanden wahrscheinlich schon vor einigen hunderttausend Jahren.


Heiliger Berg Japans

Der anmutige Fuji zählt im Shintoismus, nach dem Buddhismus die zweite große Religionsgemeinschaft Japans, gemeinsam mit Tate und Haku zu den drei heiligen Bergen Japans. Die Erstbesteigung des majestätischen Vulkans erfolgte angeblich im 7. Jahrhundert durch einen unbekannten Shinto-Mönch.

Der britische Diplomat Sir Rutherford Alcock war im Jahr 1868 der erste Nicht-Japaner auf dem Gipfel. Bis zur Meiji-Zeit, die im Juni 1912 mit dem Tod des Kaisers Tennōs Mutsuhito durften Frauen den heiligen Berg nicht besteigen.